Um eine zügige Realisierung des Neubaus der Zweifeldhalle gewährleisten zu können, wählte der Landkreis Mansfeld Südharz die Durchführung eines mehrstufigen, europaweiten Ausschreibungsverfahrens im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft. Am Teilnahmewettbewerb des Verfahrens beteiligten sich insgesamt fünf Bewerber, die, nach Sichtung und Bewertung der eingereichten Unterlagen, alle zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert wurden. Im Ergebnis des weiteren Verfahrens wurde der Bieterkreis auf drei Bieter reduziert und schließlich die Ralf Mehrings Komplettbau GmbH, die das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt und sich zusammen mit der Deutschen Kreditbank am Verfahren beteiligt hatte, im Juli 2014 als Siegerin des Ausschreibungsverfahrens ermittelt. Gegenüber der vorläufigen Studie, ließ die abschließende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sogar einen Barwertvorteil von ca. 23 % (gegenüber geschätzten 12,7 % in der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung) erwarten.
Die rasche Umsetzung des Bauprojekts
Nachdem der Ralf Mehrings Komplettbau GmbH der Auftrag zum Abbruch und Neubau der Zweifeldhalle durch den Landkreis erteilt wurde, konnte es an die Umsetzung des Bauvorhabens gehen. Die Planungszeit für das Neubauprojekt nahm dabei drei Monate, die Bauzeit weitere sechs Monate in Anspruch. Aufgrund der Nutzung der Halle durch die Förderschule mussten im Zuge der Baumaßnahmen erweiterte Anforderungen an die Barrierefreiheit auf einem beengten und abschüssigen Grundstück umgesetzt werden, zudem wies die Bestandssporthalle eine Schadstoffbelastung auf. Zum Leistungsumfang des Auftragnehmers gehörten neben der Planung und schlüsselfertigen Errichtung des Gebäudes, auch das Herrichten der Außenanlagen, die Bauzwischen- und die Endfinanzierung des Vorhabens sowie die Wartung und Instandhaltung der technischen Anlagen. Der Betrieb der Sporthalle sollte hingegen in der Hand des Auftraggebers verbleiben. Trotz erheblicher Verzögerungen bei der Erteilung der Abbruchgenehmigung durch Bedenken seitens des Denkmalschutzes, konnte der Auftragnehmer die termingerechte Fertigstellung der Halle gewährleisten.
Im Juli 2015 fanden die Baumaßnahmen ihren Abschluss und so konnte die neue, moderne Levana-Sporthalle am 03. September 2015 feierlich eingeweiht werden. An der Feier nahmen u. a. die an dem Projekt maßgeblich beteiligte Landrätin, Frau Dr. Angelika Klein, sowie Landtagsabgeordnete und Vertreter des Landkreises, der Lutherstadt Eisleben und Vertreter der am Bau beteiligten Unternehmen teil. Die Eröffnung wurde dabei durch ein Programm des Chors der Levana-Schule begleitet.
Ein Paradebeispiel für ÖPP
Durch den Neubau der Levana-Sporthalle konnte nicht nur der Sportunterricht der gleichnamigen Förderschule und der Berufsbildenden Schulen Mansfeld-Südharz gesichert und damit an die sportliche Tradition Eislebens angeknüpft werden. Zugleich konnten im Zuge der Fertigstellung zwei weitere Turnhallen der Lutherstadt mit sehr hohem energetischen Verbrauch geschlossen werden. Aufgrund des Projektverlaufs steht der Neubau der Zweifeldhalle an der Levana-Schule seit seiner Eröffnung als Paradebeispiel eines klassischen ÖPP-Projektes. Mithilfe der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft konnte ein klar definierter Bedarf trotz besonderer Anforderungen überaus schnell, effizient und kostensparend umgesetzt werden.
UTAG hat die Ralf Mehrings Komplettbau GmbH bei deren ersten ÖPP-Projekt unfassend technisch und wirtschaftlich beraten. Von der Zusammenstellung der lokalen Partnerunternehmen, dem Teilnahmeantrag, der Angebotsbearbeitung und den Verhandlungen bis zur erfolgreichen Zuschlagserteilung.